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Maschine des Monats

An dieser Stelle wird jeden Monat eine andere "Maschine" (Ein Stationärmotor, Traktor oder anderes Histores Fahrzeug) präsentiert.


HATZ L1

Typ : L1
Baujahr :
Bauart : Liegender Einzylinder Zweitakt-Dieselmotor
Leistung : 7 PS bei 1300U/min
Hub/Bohrung : 120 / 100 mm
Gewicht : 235 kg
Bauzeit : 1933 - 1948
Stück :

Besonderheiten:
Restauriert: Originalzustand
Besitzer : Mathias Becker



 





Hatz "H" und "L"

Die HATZ-Dieselmotoren arbeiten im zweitaktverfahren mit Kurbelkastenspülung bei offener Einspritzung.
Die Modelle "H" sind Motoren stehender Bauart, sowohl Einzylinder als auch Zweizylindermotoren.
Die Modelle "L" sind Motoren liegender Bauart in Einzylinderausführung.
Bei den Motoren Modell "L" ist die Kurbelwelle auf Rollen gelagert.#Bei den Zweizylindermotoren Modell "H" ist die Kurbelwelle drei mal auf Rollen, die Einzylindermotoren Modell "H" zwei mal auf kräftigen Rotgußlagern gelagert.

Modell  H 2  H 3  H 4  H 5  H 22  H 32  H 42  H 52  L 1  L 2 
Drehzahl  900  700  580  460  900  700  580  460  1300  1100 
Leistung PS  14  20  28  18  28  40  56  14 
Anzahl Zyl. 
Bohrung  120  145  170  205  120  145  170  205  100  120 
Kolbenhub  150  180  210  250  150  180  210  250  120  150 


Arbeitsweise des HATZ-Motors Modell "L"

Der Motor

arbeitet ventillos nach dem Zweitaktverfahren, wobei der Kurbelkasten als Spülpumpe dient. Beim Rückgang saugt der Kolben durch die Luftklappen Frischluft in den Kurbelkasten und drückt diese beim Hingang über freiwerdende Känäle als Spül- und Ladeluft in den Zylinder. Dort treibt der im Rückgang befindliche Kolben die Verdichtung bis zur Entzündungstemperatur des Kraftstoffes, der mittels Kraftstoffpumpe und Einspritzventil feinst zerstäubt in den Verbrennungsraum gelangt. Die Verbrennung treibt den Kolben arbeitsverrichtend abwärts, worauf der obengenannte Vorgang von neuem beginnt.



Die Regulierung

erfolgtdurch den im Lagerschild links angeordneten Regler, der die Fördermenge der Kraftstoffpumpe dem jeweiligen Kraftbedarf entsprechend vollkommen automatisch einstellt. Durch eine besonders vorgesehene Hand-Drehzahlverstellung kann jegliche Verminderung der normalen Drehzahl ermöglicht werden.



Die Schmierung

des Pleuellagers, des Schwungradlagers, des Kolbens und des Kolbenbolzens erfolgt durch den zwangsläufig angetriebenen Bosch-Schmierapparat, der seitlich am Lagerschild links angebracht ist. das linke, also steuerseitige Hauptlager wird durch eine Spritzschmierung mit Oel aus dem Steuerkasten versorgt. Kolben und Kolbenbolzen erhalten zusätzlich eine Schleuderschmierung aus dem Kurbelkasten heraus. die hier vorgesehene Tauchölmenge ergänzt sich selbsttätig durch die Druckschmierstelle des Pleuellagers.

Letzte Aktualisierung der Seite am 02. Februar