Hallo Borstel
Ich wage mich mal an die Erklärung ran.
Soweit ich weiß wird im Normalfall zum Anlassen mit Pressluft ein oder sogar mehrere Hebel betätigt.
Dabei werden auf der Nockenwelle (oder sogar die ganze Welle) Nocken verschoben. Dies verändert die Betätigung des Einlaßventils so, daß beim Einpressen der Luft,
das Ventil geschlossen bleibt und dadurch der Arbeitsdruck der Pressluft den Kolben treiben kann.
Ein weiterer Nocken wirkt im passenden Zeitpunkt auf den dritten Kipphebel. Dieser öffnet sozusagen ein weiteres Ventil ( das mittlere), durch welches die Pressluft in den Brennraum hinein kommt.
Dieses Ventil ist so reguliert, daß es die Anlaßluft nur freigibt, wenn der Druck in der Anlaßluftleitung größer ist als im Zylinder. Damit wird das Eintreten des Gas-Luft-Gemisches in die Luftleitung und eine Explosionsgefahr verhindert.
Für das Verschieben der Nockenwelle mit dem Hebel gibt es im Regelfall drei Positionen:
Anlassen-Betrieb-Abstellen.
Wenn durch die Pressluft dann die Schwungmasse Schwung hat, wird der Presslufthebel zurückgestellt und der Motor auf Betrieb geschaltet. Daduch wird die Einspritzung und die reguläre Ventilbetätigung eingeschaltet, und der Motor sollte anspringen.
Falls jemand noch etwas zu ergänzen hat, bitte ich darum!

Ich stelle keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit meiner Erklärung.
Wer Fehler findet darf sie gerne haben
MfG
