1H65- meine ersten Erfahrungen
Verfasst: So 7. Apr 2013, 23:01
Hallo,
ich hab mich heute registriert , weil ich mich über einen 1H65 an einem Eigenbautraktor hermachen musste.
Nachdem der Traktor während einer Holzfuhre, mit einigen Geräuschen plötzlich den Dienst verweigerte, ging es nun an die Fehlersuche. Schön das ich das Benutzerhandbuch und Reparaturhandbuch über eBay bekam. So konnte ich mich doch in die Problematik erstmal reinlesen.
Nach dem prüfen ob Diesel eingespritzt wird, ging die Fehlersuche in Richtung Kompression .
Nachdem der Kopf runter war sah ich die Bescherung: der untere Wasserkanal war total zugesetzt . Also keine ausreichende Kühlung ! ( wollte eigentlich ein Bild zufügen - aber mit dem IPad scheint es nicht zu gehen) als ich den Dreck mit dem Schraubenzieher rausgekratzt hatte, spülte ich den Kopf mit Wasser- es kam eine dicke braune Jauche raus. Also Kolben gezogen: der Kolben hatte gefressen. Die Kolbenringe klemmten fest.
Da ich kein Oldtimer restaurieren möchte , sondern einfach nur den Traktor zum Laufen bringen möchte, probierte ich , die Kolbenringe wieder gangbar zu machen. Da die Laufbuchse härter als der Kolben ist, konnte ich die Metallspuren in der Laufbuchse vom Kolben mit Schleifpapier beseitigen. Grobe Spuren am Kolben habe ich auch mit Schleifpapier geglättet. Ich probierte den Kolben anschließend ( ohne Kolbenringe ) mit Öl in die Laufbuchse zu schieben und war zufrieden. Der Kolben bewegte sich nun wieder saugend . ( Beim Zerlegen musste ich noch mit dem Hammer arbeiten ).
Nun wieder die Kolbenringe drauf. Obwohl ich mir sehr viel Mühe gab , zerbrach der Ölabstreifring. Ich habe ihn trotzdem eingebaut. Nun wollte ich sehen ob mein " Pfusch " was gebracht hat. Kopf wieder ran, - mit alter Dichtung - und gestartet.
Nachdem die Lunte im Motor war, und der Kompressionshebel umgelegt war, waren die alten vertrauten Klänge wieder zu hören. Eine kurze Probefahrt zeigte auch das die Leistung gut war.
Nun ein paar Fragen an die erfahrenen Leute hier im Forum:
Ich habe vor, nachdem ich weiß das der Motor wieder läuft , eine neue Kopfdichtung aufzubauen. Ist 1mm i.O. ?
Hat jemand Erfahrung mit einem gebrochenen Ölabstreifring ? Bekommt man sowas noch ? Auf dem Kolben steht 85,88 - also schon mal geschliffen- braucht man da einen anderen Ring ?
Ich würde auch einen Ölwechsel machen und ein 5W 30 Longlife Öl auffüllen. Denke das es gut für die Schmierung ist. Oder liege ich da falsch?
Bekäme man denn auch eine neue Laufbuchse mit Kolben und Dichtringen für die Laufbuchse und was müsste man da hinblättern ?
Ich freue mich über gute Ratschläge !
Gruß Roba
ich hab mich heute registriert , weil ich mich über einen 1H65 an einem Eigenbautraktor hermachen musste.
Nachdem der Traktor während einer Holzfuhre, mit einigen Geräuschen plötzlich den Dienst verweigerte, ging es nun an die Fehlersuche. Schön das ich das Benutzerhandbuch und Reparaturhandbuch über eBay bekam. So konnte ich mich doch in die Problematik erstmal reinlesen.
Nach dem prüfen ob Diesel eingespritzt wird, ging die Fehlersuche in Richtung Kompression .
Nachdem der Kopf runter war sah ich die Bescherung: der untere Wasserkanal war total zugesetzt . Also keine ausreichende Kühlung ! ( wollte eigentlich ein Bild zufügen - aber mit dem IPad scheint es nicht zu gehen) als ich den Dreck mit dem Schraubenzieher rausgekratzt hatte, spülte ich den Kopf mit Wasser- es kam eine dicke braune Jauche raus. Also Kolben gezogen: der Kolben hatte gefressen. Die Kolbenringe klemmten fest.
Da ich kein Oldtimer restaurieren möchte , sondern einfach nur den Traktor zum Laufen bringen möchte, probierte ich , die Kolbenringe wieder gangbar zu machen. Da die Laufbuchse härter als der Kolben ist, konnte ich die Metallspuren in der Laufbuchse vom Kolben mit Schleifpapier beseitigen. Grobe Spuren am Kolben habe ich auch mit Schleifpapier geglättet. Ich probierte den Kolben anschließend ( ohne Kolbenringe ) mit Öl in die Laufbuchse zu schieben und war zufrieden. Der Kolben bewegte sich nun wieder saugend . ( Beim Zerlegen musste ich noch mit dem Hammer arbeiten ).
Nun wieder die Kolbenringe drauf. Obwohl ich mir sehr viel Mühe gab , zerbrach der Ölabstreifring. Ich habe ihn trotzdem eingebaut. Nun wollte ich sehen ob mein " Pfusch " was gebracht hat. Kopf wieder ran, - mit alter Dichtung - und gestartet.
Nachdem die Lunte im Motor war, und der Kompressionshebel umgelegt war, waren die alten vertrauten Klänge wieder zu hören. Eine kurze Probefahrt zeigte auch das die Leistung gut war.
Nun ein paar Fragen an die erfahrenen Leute hier im Forum:
Ich habe vor, nachdem ich weiß das der Motor wieder läuft , eine neue Kopfdichtung aufzubauen. Ist 1mm i.O. ?
Hat jemand Erfahrung mit einem gebrochenen Ölabstreifring ? Bekommt man sowas noch ? Auf dem Kolben steht 85,88 - also schon mal geschliffen- braucht man da einen anderen Ring ?
Ich würde auch einen Ölwechsel machen und ein 5W 30 Longlife Öl auffüllen. Denke das es gut für die Schmierung ist. Oder liege ich da falsch?
Bekäme man denn auch eine neue Laufbuchse mit Kolben und Dichtringen für die Laufbuchse und was müsste man da hinblättern ?
Ich freue mich über gute Ratschläge !
Gruß Roba