Sachs Stamo 14 aus dem 2. WK
Verfasst: So 29. Okt 2017, 21:33
Guten Abend an alle Motoren-Freunde,
ich konnte es mal wieder nicht lassen und habe mir den nächsten Motor auf den Hof geholt...dabei sollte der Deutz doch ursprünglich erst mal der letzte gewesen sein
Nun ja, jetzt steht erneut ein schicker Zweitakter in der Werkstatt. Aber nicht irgendein 08/15-Motor, sondern meiner Meinung nach etwas besonderes.
Laut Vorbesitzer handelt es sich um einen Fichtel und Sachs Standmotor, der bei der Wehrmacht einen Feldkompressor angetrieben haben soll. Die Farbe passt auf jeden Fall
Der Motor weist einige technische Leckerbissen auf. Er besitzt einen Batteriekasten für (damalige) Stabbatterien oder Flachbatterien.
Ein vom Kasten weg gehendes Kabel führt zum Polrad und das andere Kabel zum außenliegenden (!) Unterbrecherkontakt. Diese Einrichtung dient als Zündspannungserhöhung
Und das Beste: es funktioniert! Mit einer 4,5V Flachbatterie ist der Funke mit Sicherheit fünf mal stärker als ohne Batterie
Hier der außenliegende Unterbrecher-Kasten, der Knopf oben drauf ist der Kurzschlussknopf. Vermutlich wurde der Unterbrecher und Kondensator nach außen verlegt, um diesen besser Warten zu können. "Im Feld" mal eben den Motor auseinander nehmen um den Kondensator zu wechseln, war damals wohl eher hinderlich.
Und hier einmal ohne Deckel
Sieht ja noch fast neu aus
In dem Deckel war neben der eingegossenen Teilenummer wohl auch ein Stempel für das Baujahr. Leider kann ich nicht viel entziffern, ich bilde mir aber ein, das Jahr 1941 zu erkennen: ?? Okt/Ofz 1941
Eine weitere Besonderheit des Motors ist der kleine Zusatztank, der an dem großen Haupttank befestigt ist. Laut Vorbesitzer kam in den kleinen Tank ein spezielles, hochentzündliches Startbenzin rein, um den Motor besser zu starten. In den Haupttank würde dann logischerweise normales Benzin-Ölgemisch hineinkommen. Meine Theorie wäre, dass in den kleinen Tank normales Benzin-Gemisch zum Starten rein kommt und in den großen Tank Petroleum-Öl-Gemisch. Der Motor verfügt über einen Drei-Wege-Sprithahn und einen Filter von Solex.
Einen schönen Gruß an dieser Stelle an Bastian
Mit ihm habe ich bereits über diese Thematik diskutiert.
(Fortsetzung folgt gleich)
ich konnte es mal wieder nicht lassen und habe mir den nächsten Motor auf den Hof geholt...dabei sollte der Deutz doch ursprünglich erst mal der letzte gewesen sein
Laut Vorbesitzer handelt es sich um einen Fichtel und Sachs Standmotor, der bei der Wehrmacht einen Feldkompressor angetrieben haben soll. Die Farbe passt auf jeden Fall
In dem Deckel war neben der eingegossenen Teilenummer wohl auch ein Stempel für das Baujahr. Leider kann ich nicht viel entziffern, ich bilde mir aber ein, das Jahr 1941 zu erkennen: ?? Okt/Ofz 1941
Eine weitere Besonderheit des Motors ist der kleine Zusatztank, der an dem großen Haupttank befestigt ist. Laut Vorbesitzer kam in den kleinen Tank ein spezielles, hochentzündliches Startbenzin rein, um den Motor besser zu starten. In den Haupttank würde dann logischerweise normales Benzin-Ölgemisch hineinkommen. Meine Theorie wäre, dass in den kleinen Tank normales Benzin-Gemisch zum Starten rein kommt und in den großen Tank Petroleum-Öl-Gemisch. Der Motor verfügt über einen Drei-Wege-Sprithahn und einen Filter von Solex.
Einen schönen Gruß an dieser Stelle an Bastian
(Fortsetzung folgt gleich)