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Fragen zum Stromerzeuger
Verfasst: Do 9. Jan 2020, 22:40
von Kobold
Hallo zusammen,
ich habe gestern ein Aggregat gekauft, das bei einer freiwilligen Feuerwehr jahrelang unbeachtet in einer dunklen Ecke stand. Angetrieben wird es von einem Sachs Stamo 282, Baujahr 1973. Er wird von einer Dynastart-Anlage angeleiert, die auch eine dicke Starterbatterie lädt.
Hat es das mal so gegeben, oder ist das eine geschickte Bastelarbeit? Der Rahmen vor der Lichtmaschine wurde eindeutig nachträglich geändert, das spricht eigentlich für einen Selbstbau.
Der Generator ist ein Eisemann BSKD, der letzte Buchstabe sieht eindeutig nach D aus. Mit dieser Buchstabenkombination findet Google keine Informationen und fragt immer wieder, ob BSKA gemeint ist. Hat man sich da beim Signieren vertan?
Vielleicht kennt sich hier Jemand aus und hat Informationen dazu.
Gruß Reinhard
Re: Fragen zum Stromerzeuger
Verfasst: Fr 10. Jan 2020, 14:01
von ackerschiene
Ich kenne da bislang nur BSWA und BSKA- Aggregate.
Habe ich so noch nie gesehen. Das "D" (absolut eindeutig ein D) könnte natürlich auf Dynastart hindeuten.
Gruß, Uwe
Re: Fragen zum Stromerzeuger
Verfasst: Fr 10. Jan 2020, 15:54
von schmierlappe
Hallo, ich hatte auch so ein Stromaggregat mit Dynastart, der stammte aus einer Orchideenzucht um bei Stromausfall die Heizung zu betreiben. Er war fest angeschlossen und hatte keine Steckdosen im Schaltkasten.
War also nach Wunsch von Eisemann so zusammengebaut.
Re: Fragen zum Stromerzeuger
Verfasst: Fr 10. Jan 2020, 17:31
von Kobold
Hallo,
vielen Dank für die Antworten. Wieder was gelernt. Dann hat wohl Jemand nur den Rahmen geändert, vermutlich war der Riemen zu lang und der eine Zentimeter hat zum Spannen gefehlt...
Der Gedanke "D für Dynastart" war mir auch schon gekommen. Dann habe ich gedacht: Was stört es den Generator, wie der Motor gestartet wird?
Aber der Generator hat seine eigene Typ-Bezeichnung, wenn BSKD die Bezeichnung für das ganze Aggregat ist, macht es Sinn.
Was ich auch nicht verstehe, ist die Angabe der Stromstärke. Bei mir steht 400 V / 8 A und 230 V / 25 A.
Bei Schmierlappe steht dagegen 400 V / 25 A und 230 V / 8 A auf dem Typenschild.
Aus dem Generator kommen 4 Kabel: 3 Phasen und 1 Nulleiter, vermutlich der Sternpunkt (bin Maschinenbauer, keine Elektrofachkraft). Die 230 V-Dose hängt an einer der drei Phasen und ist definitiv nur mit 8 A abgesichert, bei 25 A würde vermutlich auch die Steckdose verschmoren. Ich hatte aber schon dicke Verbraucher angeschlossen, die wesentlich mehr als 8 A ziehen. Der Motor stolpert mal kurz, brüllt auf, qualmt und stinkt, aber läuft tapfer durch und alles funktioniert. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Maschine.
Gruß Reinhard
Re: Fragen zum Stromerzeuger
Verfasst: Fr 10. Jan 2020, 19:59
von bastian
Hallo,
Sachs und E-Start ist so eine Sache. Man erfährt kaum was dazu. Und wenn, dann (bisher) nur klassicher E-Starter und AZL-Anlage. Ein Dynastarter wird nicht erwähnt. Und für den ST 282 wäre demnach kein E-Starter vorgesehen.
Daher ist es gut möglich, dass dieser nachträglich eingebaut wurde, warscheinlichvon Eisemann selbst.
Gruß,
Bastian
Re: Fragen zum Stromerzeuger
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 19:16
von schmierlappe
Das Typenschild von meinem Generator ist falsch beschriftet. Der Sicherungsblock hatte zwei 8A und eine 16A Sicherung. Eine der drei Phasen ist dicker gewickelt für die 230V. Der Dynastart war nicht direkt am Motor befestigt, die Halterung war irgendwo am Motorfuß dazwischengelegt oder am Rahmen angeschraubt , ganz sicher nicht von Sachs Original.
Re: Fragen zum Stromerzeuger
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 22:05
von Kobold
Danke, diese Information hilft mir weiter.
Aus dem Generator kommen zwei schwarze Phasen und eine braune. Das braune Kabel sieht dicker aus, daran hängt auch die Lichtstrom-Steckdose. Das passt zu Deiner Beschreibung.
Die Beschriftung auf meinem Sicherungsblock ist kaum noch lesbar. Ich hatte irgendwo 8 Ampere entziffert und angenommen, dies gelte für alle drei Automaten (sie sind in einem Block zusammengefasst und sehen äußerlich gleich aus).
Im ersten Moment erschien es mir unwahrscheinlich, dass ein Drehstrommotor mit 2 x 8 und 1 x 16 A abgesichert sein sollte. Aber dann fiel mir ein, solche Sicherungen dienen nur dem Leitungsschutz, nicht dem Personen- oder Motorschutz. Und bei einem Kurzschluss in der Leitung würde auch ein 16 A Automat auslösen, dann passt das schon. Außerdem wurde das wahrscheinlich tausendfach auf diese Art gelöst und kann deshalb nicht so ganz falsch sein.
Gruß Reinhard
Re: Fragen zum Stromerzeuger
Verfasst: So 12. Jan 2020, 11:23
von schmierlappe
Ja, genauso ist es. Die Sicherungen haben sogar noch unterschiedliche Auslösecharakteristik, die 16A ist flink (Leitungsschutz), die 8A ist Träge (Geräteschutz)