Farymann Typ E Düsendruck ?

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ackerschiene
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Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von ackerschiene »

Hallo zusammen.

Bin beim Zusammenbau meines kleinen Verdampfers nun an der Einspritzanlage angelangt.
Die Düse hatte so wie sie war nur 80 bar Öffnungsdruck, ich habe sie jetzt vorsorglich mal auf 120 bar eingestellt, ist das so in etwa der richtige Wert ?
Außer Hubraum/Leistung habe ich nämlich keine technischen Daten zu dem Motor.

Danke und Gruß
Uwe
Wenn man einen Deutschen mit ein paar Konservendosen in den Urwald jagt, kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus...
Ephraim Kishon
abn-andi
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von abn-andi »

Servus,
Normal ist der richtige Einspritzdruck auf dem Düsenhalter eingeschlagen

Gruß abn-andi
ackerschiene
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von ackerschiene »

Oh, das wußte ich nicht.
Da wede ich nachschauen.
Danke.
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Maschinenhaus
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von Maschinenhaus »

Hallo ackerschiene

Farymann Typ E
Einspritzdruck 125 atü Düse Bosch DN 4 S 1 Pumpe Bosch PFR 1 K 60/8

Einspritzdruck wurde nur bei bestimmten Düsen, oder auf Wunsch des Kunden eingestanzt.
Wünsche Dir weiter Erfolg bei der Restoration des Motors

Gruß vom Maschinenhaus
ackerschiene
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von ackerschiene »

Danke Maschinenhaus

In den letzten 25 Jahren ist mir sowas auch noch nie aufgefallen auf einer Düse, aber man lernt ja nie aus.

Bei mir steht leider auch nichts drauf, habe nachgesehen - die eingestellten 120 bar sind mir exakt genug .

Bei youtub... habe ich ein video gesehen, das einen sehr schön aussehenden Typ E zeigt, der aber schrecklich schlecht läuft, SO hätte ich den nicht ins Internet gestellt (die können doch so schön tuckern, die kleinen Typ E), deshalb soll wenigstens die Einstellung stimmen.

Ventilspiel Ein- und Auslaß 0,3, käme dieser Allerweltswert auch hin ? Weiß jemand, wo ich die kpl. technischen Einstelldaten herbekommen kann ?

Dankle und Gruß, Uwe
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Ephraim Kishon
Maschinenhaus
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von Maschinenhaus »

hallo ackerschiene

Typ E

Bohrung und Hub 75/100
Verd. 20
Hub vol Liter 0,442
PS 6
Drehzahl 450/2000
Steuerzeiten in Grad
E.ö.vOT 18
E.s.n.UT 62
A.ö.v.UT 62
A.s.n.OT 18
Ventilspiel 0,3w
Schwungrad 400mm
Ölinhalt 1,7 ltr
Motorgewicht 85Kg

Pumpe Düse hast Du schon bekommen

Gruß vom Maschinenhaus
ackerschiene
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von ackerschiene »

Besten Dank nochmal, Maschinenhaus
Das ist ja das Komplettpaket.
Super !
Hast du das alles im Kopf, oder kannst Du mir einschlägige Literatur empfehlen ?

Gruß, Uwe
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Ephraim Kishon
Maschinenhaus
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von Maschinenhaus »

Hallo ackerschiene

Gesammelte Werke aus etwa 25 Jahre Stamoleidenschaft.

Gruß vom Maschinenhaus bin evtl in Bonefeld
ackerschiene
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ? Jetzt weiß ich's.

Beitrag von ackerschiene »

@Maschinenhaus: Bonefeld klingt interessant, habe ich auch mal vorgeplant.

Ich weiß jetzt aber auch, warum die E-Düse auf 80 bar eingestellt war.
Heute waren nämlich meine Zündfixe in der Post, sofort Öl/Wasser/Diesel in den Motor und losgekurbelt.
Die Sonne schien und ich verlor jede Menge Flüssigkeit, der Bock wollte aber nicht. Nicht mit Zündfix, nicht mit Öl in den Brennraum, nicht mit der Lötlampe vor dem Einlaßkanal.
Irgendwann, nach ca. 20 Versuchen lief er plötzlich an, er lief sehr schön ruhig, ca. 1500 Touren, ließ sich auch sauber regeln.
Nach ein paar Minuten war der provisorische Dieselbehälter aber fast leer (ist sehr klein), beim Versuch ,die langsamste Drehzahl herauszufinden ging der Motor aus und war mit keinem Mittel mehr zum Leben zu erwecken.
Nach ca. 10maligem Zerlegen der E-Düse (ich vermutete Dreck im System, alles war rostig vorher, Pumpe war beim Kauf über 20 Jahre lang leicht gelöst, abgeklemmt und festgegammelt ) und der Pumpe stellte ich fest, dass die Düse nicht immer abspritzte.
Sie war aber sauber auf 120 bar eingestellt, die 5 fehlenden "bar" bis zum Sollwert 125 bar kann man ja auch kaum mit einer Scheibe einstellen.
Nach vielen Versuchen habe ich meinen Eigenbau-Düsenprüfstand zerlegt (alte Hatz E-Pumpe über Hebel zu betätigen und glyzeringedämpftes Manometer)
und das Manometer (oder DEN Manometer ???) in die Einspritzleitung gesetzt.
Es dauerte ewig, bis sich überhaupt mal Druck aufbaute, zig mal entlüftet und ewig gekurbelt, dann kam Druck. Erst nur 80 bar (aha.....!). Dann kurze Pause, weiter gekurbelt, 100 bar, viel mehr kam aber auch nicht. die 120 bar habe ich nur gelegentlich, bei sehr schnellem Kurbeln mal geschafft, die Düse spritzte also auch nur ca. alle 10 Umdrehungen mal - wenn überhaupt.
Fazit: Pumpe ist wohl verschlissen, ohne öffnende Düse kann der Motor nicht laufen und ohne Druck öffnet die Düse nicht. Dass der Motor doch mal lief, lag wohl an den vielen Versuchen, bei denen ich wohl einmal den Öffnungsdruck geschafft habe, den Rest machte die Motordrehzahl .
Da hat dann wohl der findige Schlosser einfach den Düsendruck auf das Maß reduziert, das die Pumpe noch schafft.
Wie würdet ihr vorgehen ? Düse zurückbauen auf 80 bar ? Alles neu kaufen ?
Am Druckventil oberhalb der Pumpe kann es doch nach meinem Kenntnisstand nicht liegen, das verhindert doch nur Druckwellen und dadurch nachtropfende Düsen, der Druck kommt allein von der Pumpe, richtig ?

Gruß, Uwe
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Ephraim Kishon
pv-544
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Re: Farymann Typ E Düsendruck ?

Beitrag von pv-544 »

ist ja schon etwas her der/die beitrag/-träge.....

ja, manchmal ist der düsendruck eingeschlagen..... richtig ist eigentlich 115bar. aber man kann den düsendruck durchaus variieren. der druck lässt sich mit den scheiben sehr genau einstellen. so man denn die abstufungen zur verfügung hat.
es kann sein, dass die pumpe verschlissen ist. aber bevor man das vermutet: anschlussstutzen herausschrauben. druckventil entfernen.... alles gut säubern. nie mit druckluft hineinblasen, sondern seitlich anblasen.
dann gucken, ob der auf den druckventilsitz(zylindrisches teil) gehörende kupferring auch vorhanden ist. häufig klebt er im rohrstutzenteil. am besten erneuern. dann rohrstutzen mit ventil...feder nicht vergessen ... wieder per hand mit gefühl (ob alles innen richtig sitzt)aufschrauben. normalerweise müsste über dem gewinde auch noch ein gummiring sitzen. dann rohrstutzen mit drehmomentschlüssel 2x mit 30Nm anziehen und jedesmal wieder lösen .dritter, endgültiger anzug mit 35Nm.
diese vorgeschriebene prozedur besagt schon, dass man da sehr sorgfältig vorgehen muss.

leider wurden die meisten dieser motoren grausam behandelt..... eine düseneinstellung mit ausgeschnittenem büchsenblech und einer düse, durch die drei kamele nebeneinander passten ist mir schon begegnet. der motor lief! farymann eben ;)
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