kann das überhaupt sein

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wolfgangmarek
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Meine Motoren: Grüss Gott, ich denke 35 verschiedene sind genug

kann das überhaupt sein

Beitrag von wolfgangmarek »

grüss gott, gestern habe ich wiedermal mein alten schrott wegeben - ca. 10 kg rein kupfer- 3kg messinig--und 3kg edelstahl- ...ich wollte gar nichts dafür haben, ein bekannter - entsorgt mir auch mein sondermüll- er wollte das zeug gar nicht mehr haben, weil die steuer der firma nachgeht---dies sagte ich einem bekannten (er hat mit motoren nichts am hut - kennt sich aber finanzell ein bis aus!) -- seine aussage : jeder der schrott ankauft muss vom verkäufer mit personalausweis s ausweisen- und wird festgehalten - und dieses geld muss er als zugewinn in seiner steuer angeben ( der anlieferer)---- ob alles so stimmt, kann ich nicht nachvollziehen---- aber stellt euch doch mal das vor: man findet ein motor am schrottplatz- richtet ihn her und verkauft diesen wieder, so wäre dies ein zugewinn, den man dann , bei der steuer angeben muss-- einmal so gesehn:motor vom schrottplatz-erläuft--- ich verkaufe den motor - preis ok.- aber ich muss dann noch auf diesen verkauf meine zugewinnsteuer dem finanzamt melden--- hallo: die zeit- die ersatzeile-das herzblut-und wenn er nicht geht--war er halt nur doch schrott, dann glaube ich nicht-- dass sich das finanzamt beteiligt ... gruss wolle
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dampfspieler
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Re: kann das überhaupt sein

Beitrag von dampfspieler »

Moin Wolle,

es gibt gewisse Grenzen, bis zu denen ein "Schrottsammler" hinzu verdienen darf - durch das Sammeln von Schrott. Das sind meines Wissens aktuell 1.400 € (muss aber nicht stimmen und kann territorial auch noch anders sein). Deine Frage ist "zu kurz", weil Du bei jeder Einnahme ja auch einen Aufwand hast, um diese zu erzielen. Um den zu dokumentieren, solltest Du "Buch führen" oder eben einen "Stundenzettel" schreiben - wunder Dich aber am Ende nicht, wenn unter dem Strich ein Verlust heraus kommt.

Wenn es Dir wirklich darum geht "dem Kaiser das Seine zu geben", damit er dem Bürger das Seine gewährleistet, geh zu Deinem zuständigen Finanzamt, zeig Dich von den Reden Deiner Bekannten völlig verwirrt und frag wie es denn richtig ist. Vor allem würde ich ins Spiel bringen, dass Du mehrere "Steuerberater" gefragt hast und "nun vollkommen verunsichert" bist, was richtig ist - Du bist eben ein "einfacher ehrlicher Mitbürger". Ein Mitarbeiter beim Finanzamt muss Dir richtige Auskünfte geben und die günstigste Variante aufzeigen, aber nur, wenn Du ihn gezielt fragst - er ist eben kein "Steuerberater".

Dass Schrottaufkäufer die Personalien der "Schrottsammler" feststellen und nachweisen müssen ist aus meiner Sicht eher verbrechensbekämpfungsmäßig zu sehen, wobei ich den Erfolg bezweifle. Der würde sich erst einstellen, wenn einige Änderungen an den gesetzlichen Grundlagen zum Eigentumserwerb an Hehlerware umgesetzt werden, so dass derjenige, der diese Ware "in gutem Glauben erwirbt" auch Eigentum an ihm erwerben kann und in dem Moment wo ihm etwas "spanisch" vorkommt und er das zur Anzeige bringt er eine Entschädigung erhält, wenn die Ware eingezogen wird. Ist bei den immer klammen öffentlichen Kassen aber eher unwahrscheinlich.

Aktuell ist es meines Wissens so, dass an Hehlerware kein Eigentum erworben werden kann und ein "Schrotti" von daher kein Interesse hat, einen Vorgang anzuzeigen, für den er Geld gegeben hat und dann noch das "teure" Material los ist, weil es eben eingezogen wird - da hätte er ja einen finanziellen Verlust. Finanztechnisch kann ich eine derartige Haltung nachvollziehen, moralisch finde ich sie verwerflich.

Grüße Dietrich
Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen
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