Wasserwirbelbremse

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ftheka60
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Wasserwirbelbremse

Beitrag von ftheka60 »

Hallo
Ich bin seit heute im Besitz dieser Bremse. Laut Vorbesitzer soll sie von Junkers sein.
Kann mir jemand weiterhelfen? Suche sämtliche Informationen darüber.
Mfg Franz
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Reform
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von Reform »

Tolles Thema ;)
Ich habe das Ding gebaut:
Bild
Hier noch in der Bauphase.
Hier wurde ebenfalls eine Schlagstiftbremse Bauart Junkers verwendet.
Allerdings konnte ich nichts darüber in Erfahrung bringen.

Ich weiß nur, daß Pirna Junkers Bremsen gebaut hat. Soweit ich das rausfinden konnte waren diese für große Leistung.
Aufbau ist bei allen ähnlich.

Such mal ob du ein Typenschild, oder so etwas, finden kannst.
ftheka60
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von ftheka60 »

Hallo
Das sieht ja gut bei dir aus.
Typenschild habe ich keins... Es ist nur eine Nummer im Guss zu sehen.
Kannst du mir erklären wie sie funktioniert. Der Vorbesitzer sagte das er immer Wasser teilnahmen lassen hat bis der Motor aus ging.
Mfg Franz
BUMI
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von BUMI »

Moin, da müsste auch ein Ablauf vorhanden sein, sonst kann man keine Dauerläufe damit machen. Wenn man nur verkochendes Wasser nachfüllt, bilden sich Dampfblasen, das ist nicht gur für die Regelbarkeit und den Verschleiß.
Über den Ablauf kannst Du auch Leistungsmessung machen, indem Du die Wassermenge und die Temperaturdifferenz zwischen Zu- und Ablauf misst.
Gruß, burgfried
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ftheka60
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von ftheka60 »

Hallo
Ja unten ist ein Ablauf. Da kann das Wasser dann ablaufen. Die passende Waage ist auch da und der Drehzahlmesser auch. Die PS ergeben sich dann aus Gewicht x Drehzahl.
Mhh
Reform
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von Reform »

Naja, ganz so einfach ist es nicht...

Über den Ablauf wird nix gemessen.
Du kannst über den Füllstand der Bremse die "Bremswirkung oder Neudeutsch: Schlupf, Drehmomentübertragung" einstellen.

Richtig soweit, aus Drehzahl und Gewicht der Waage kann man auf die Leistung am Punkt X rückschließen.

Ich habe dazu auch was geschrieben, ich versuchs mal kurz:

- im Inneren des Stators, feststehender Teil- dennoch drehbar im Ständer gelagert!, sind Stifte angebracht
- ebenso am Rotor, welcher sich mit Motordrehzahl im Inneren des Stators dreht

Die Stifte sind so angeordnet, daß sie ineinander kämmen. Wird nun der Innenraum des Stators mit Wasser gefüllt versuchen die rotierenden Stift das Wasser "mitzuziehen", sie verwirbeln es. Das Wasser folgt prallt aber an den feststehenden Stiften ab. Zum Teil stützen sie sich ab und verdrehen somit den Stator, ein anderer Teil wird in Form von Wärme darstellt.

Die Verdrehung bewirkt über den fest def. Hebel X eine Kraft die entweder über eine Waage oder Kraftmessdose erfasst werden kann.

Was hast du damit überhaupt vor?
ftheka60
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von ftheka60 »

Hallo
Deine Erklärung war wirklich hilfreich.
Ich möchte daraus einen Prüfstand mit Zapfwellenantrieb bauen.
Bei unserem jährlichen Schleppertreffen soll der dann zum Einsatz kommen.
Mfg Franz
Reform
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von Reform »

Dafür mußt du aber die Leistung wissen die er "verbremst"!

Und Frischwasser wird benötigt.
BUMI
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von BUMI »

Moin, zum Thema Wärme: " ... ein anderer Teil wird in Form von Wärme darstellt."
Da sich an der Bremse nach außen hin nichts bewegt (außer ein wenig Pendeln), wird die gesamte gebremste Leistung in Wärme umgewamdelt.
Wenn da ein 40 Ps Schlepper mit Vollast dreht, ist das so, als wenn Du einen Tauchsieder mit 30 kW Leistung in den Vorratsbehälter stellst. Deshalb ist schon ein ordentlicher Wasservorrat nötig, wenn das mehrere Bulldogfahrer zeigen wollen, wie tüchtig so ein Bulldog doch ist.
Gruß, Burgfried
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ftheka60
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Re: Wasserwirbelbremse

Beitrag von ftheka60 »

Hallo
Was meinst du damit das ich wissen muss was für Leistung verbremst wird?
Ich denke mal das es an Wasser nicht mangeln wird. Da ist genug vorhanden.
Mfg Franz
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