gft hat geschrieben:Moin "Listerfreund"
Das mit Vorlauf und Rücklauf ist ja so ne Sache und bezieht sich bei Heizungsanlagen anscheinend auf die sog. "Nutzstelle", also bezogen auf den Heizkörper!
Bei "Motoren" reden wir ja in unserem Bereich von sogenannten Wärmekraftmaschinen (mit innerer Verbrennung)!![]()
Die Wärmeentwicklung ist zwar größer als die abgegebene Kraft, aber trotzdem redet man in der Motorensprache beim "Vorlauf" von der kalten Seite und beim "Rücklauf" bzw. Kühlervorlauf eher von der warmen Seite!
Von daher kam gerad wieder ein wenig Verwirrung auf,...![]()
Aber geklärt ist`s ja,.....
Pumpen erzeugen Druckgefälle und das geht in Richtung Überdruck weit besser als anders rum! Gibt bis zum absoluten Vacuum doch nur 1 Bar und das ist schon sau schwer zu schaffen! Nach oben gibt es hunderte bis tausende Bar, jeder weiß wie einfach das hin zu kriegen ist!
Also drückt man besser als zu saugen!![]()
Dazu kommt, das dichtere Medien besser pumpbar sind als dünne und wie war das mit der Dichte von warmem und kalten Wasser,.....
Soweit die Physik, aus der Technik kommt dazu, das es das Phänomen der Kavitation gibt, also unter Unterdruck das Medium zerrissen wird, Luftbläschen entstehen und sogar feste Materialien mitgerissen werden!
Zudem sind zwar die Pumpen auf Wärme ausgelegt, aber wenn`s kälter geht, um so besser!
Damit ist klar, wo so eine Pumpe hin gehört, möglichst in der Nähe des tiefsten Punkt der Anlage, auf jeden Fall auf die kalte Seite des Motors,.......
Möchte man den Gesamtwirkungsgrad der Anlage weiter erhöhen, so kommt man nicht drumrum, die großen Mengen an Wärmeenergie, welche noch im Abgas sind, ebenfalls dort raus zu ziehen mittels Wärmetauscher, welcher dann hinter den Motor in den Kühlkreislauf zu schalten ist, da sonst dieser überhitzen würde,....
Generell ist zur Vermeidung von Kavitation an allen möglichen Stellen so eines Systems und zwecks Herraufsetzung des Siedepunktes mit Überdruck zu "fahren", aber wieviel hängt von der schwächsten Stelle im System ab!
Reine Heizungen sind da unempfindlicher, bei Motoren muss man aufpassen!
Kopf oder Büchsendichtungen können ärgern, Pumpenwellenabdichtungen bei mechanischen Antrieben, und und und,.... Meist gehen da nur so 0,6 - 0,8 Bar.
Da dies bei einer Heizung über mehrere Stockwerke hinweg nicht reicht, eine Pumpleistung zu erzielen (0.1 Bar /Meter Höhe), kann es nötig sein, zwei Kreisläufe mit der Verbindung eines Wasser/Wasser Wärmetauschers einzurichten,....
Als wenn das alles nicht schon reicht, bleibt noch die Korrosion durch die Bildung galvanischer Elemente mittels Elektrolyt und unterschiedlicher Metalle! Da braucht es entweder Opferanoden welche in der elektrochemischen Spannungsreihe am niedrigsten sind und sich daher als erstes verbrauchen, oder alternativ Korrosionsschutz im Elektrolyt!
Bei einer Heizung gibt es die in Form von Magnesiumstäben, welche bei der Wartung eigentlich mit zu prüfen sind!
Moderne Motoren enthalten Aluminium und Magnesium schon von Haus aus, daher währ das da wirkungslos! Somit müssen diese Korrosionsschutz mit im Wasser haben!
Temperaturen und Überwachung sollte klar sein, für den Motor möglichst warm aber nicht kochen, um die Verbrennung sauber zu halten! Kommt anschließend noch die Abgaswärme hinzu ist man schon echt nah am Siedepunkt!!! Für die Abgabestelle, also die Heizungsanlage muss man sehen, 80 Grad und mehr in einer Fußboden oder Wandheizung is murks, Heizkörper selber mag gehen, wird aber heut kaum noch gemacht!
Eine Sicherheitsabschalteung des Motors bei Überhitzung wird dringend empfohlen, denn Strom wird auch im Sommer mal benötigt!
Sonst fällt mir gerade nix weiteres ein, is ja auch genug im """Freenet"""",...![]()
Bei der Umsetzung oder Beachtung sollte das gut klappen,....![]()
Gruß und schönen Sonntag,
Dieter
Hallo Dieter,
jetzt ganz langsam zu Deinem exzellenten Post mein "Verständnisgeschreibsel":
Also zum Vor- und Rücklauf:
Konkret bei meinem aufrecht stehenden Lister ist die kältere Stelle unten und die wärmere oben am Zyl.kopf.
Mithin sollte die Flussrichtung des Kühlmittels von unten nach oben sein, d.h. vom wärmeren Teil zum Kühler und vom Kühler zurück in den unteren kälteren Motorteil. Das ist einleuchtend.
Das obere "Sammelrohr" wird also zum RL bezogen auf den Motor und ist gleichzeitig der VL bezogen auf den Kühler/Wärmetauscher.
Das untere "Sammelrohr" ist dann der VL bezogen auf Motor, und RL bezogen auf Kühler/Wärmetauscher.
Nun zum Pumpeneinbau:
Pumpe wird am tiefstmöglichenen Punkt der Anlage eingesetzt und direkt mit dem unteren kälteren (VL-) Sammelrohr verbunden, die dort "reindrückt".
Damit bewirkt dann eine (mögliche) Kavitation, daß einerseits "Luft" nach "oben" mitgerissen wird und sich die Öffnungen der beiden VLäufe im Gehäuse (durch eventuellen Materialabtrag infolge Kavitation) von selbst erweitern.
Für die "mitgerissene" Luft einen "Schnellentlüfter" setzen !?
Für das "kavitationierte" Gußeisen einen "Schlammabscheider" einbauen !?
Der Pumpendruck sollte also nicht zu hoch sein, damit die "Siedetemp." nicht unnötig erhöht wird und die Kopfdichtungen (thermisch) belastet. Von meinem Auto kenne ich die Betriebstemperatur des Motors, die zwischen 80...110°C liegt. Kann ich bei meinem Lister von gleichen Betriebstemp. ausgehen?
Möchte ein "geschlossenes", einem Auto ähnliches System bauen, mit einem Ausdehnungsgefäß und natürlich mit Glysantin-Füllung gegen Korrossion und als Gefrierschutz.
Und jetzt zum Abgaswärmetauscher:
Klar
Hinter den Motor in die Abgasabführung und WT-VL/RL in den Kühlkreislauf ebenfalls hinter dem Motor und vor dem Nutzwasserwärmetauscher/Kühler einbauen, damit die Abgaswärme auch noch genutzt werden kann.
Und zu guter Letzt - die Sicherheitsabschaltung:
Wie mache ich eine solche bei meinem Lister?
Einfach eine Treibstoffunterbrechung bei Überhitzung?
Kleinen Hahn in die Treistoffleitung einbauen wie beim Rasenmäher?
Und nun zu den Fotos:
kriege das einfach nicht hin, habe sogar versucht das System zu überlisten und die Fotos als pdf-Datei als Dateianhang zu laden - geht aber auch nicht.
Wenn mir das bitte einer von Euch auch noch verklikkert?
Dem Dieter herzlichen Dank für seine Ausführungen und bitte mich korrigieren, wenn ich was falsch verstanden habe.
Gruß
Listerfreund




