Eine Frage vorab

Hier kommen Technische Fragen rein

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centurio74
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Eine Frage vorab

Beitrag von centurio74 »

Guten Tag,

bevor ich jemanden mit meinem Anliegen belästige, bitte eine kurze Frage vorab:

"standmotor.de" sagt mir logischer Weise, sie beschäftigen sich ausschließlich mit selbigen.
Jetzt steht oben aber ganz allgemein:

"Erstes deutschsprachiges Oldtimer-Motorenforum

Du brauchst Hilfe bei deinem Oldtimer-Motor? Hast Fragen oder Anregungen? Oder möchtest du einfach nur mit Gleichgesinnten ein wenig fachsimpeln? Dann bist du hier im Forum genau richtig! Für alle Motoren von 1860 - 1950 und deren Liebhaber".

Bedeutet dies, ich darf hier auch Fragen zu einem ILO E335, montiert an einem Holder EB Einachsschlepper stellen?

MfG!
Quiesel
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Cunewald 1H65 auf Eigenbauschlepper

Re: Eine Frage vorab

Beitrag von Quiesel »

Grüß dich,
Fragen stellen darf jeder, ob sie beantwortet werden können steht auf einem anderen Blatt ;)

Also her mit der Frage und einer kurzen Vorstellung der Person :P

Gruß
Matze
centurio74
Beiträge: 7
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Re: Eine Frage vorab

Beitrag von centurio74 »

Super, vielen Dank!

Ich bin 42 Jahre alt, im Staatsdienst tätig und habe vorher auch mal was richtiges gearbeitet (Bautischler). Ich betreibe hobbymäßig einen kleinen Selbstversorgergarten. Hierfür habe ich mir zunächst eine Holder R7 Triebradhacke zugelegt und etwas auf Vordermann gebracht. Das hat gut (trotz laienhaften Kenntnissen) geklappt und ich habe die alte aber sehr robuste Technik lieben gelernt. Darauf hin habe ich mir dann für 50€ einen Holder EB Einachsschlepper in einem erbärmlichen Zustand (Motor fest, Schaltung fest, Rost, Rost, Rost, Deichsel verbogen, etc...) mit besagtem ILO Motor zur Restauration gekauft. Man(n) braucht ja Herausforderungen. Irgendwann soll der eigentlich mal den Garten pflügen.

Und so ist der derzeitige Stand:

bevor ich mich um die Optik kümmere, habe ich versucht dem Teil erstmal ein paar Töne zu entlocken. Ich habe

-die Schaltung gangbar machen können
-den Vergaser gereinigt
-die Benzinleitung frei gemacht
-Zündung getestet (Funke ist da)

und den festsitzenden Kolben gelöst, gereinigt (auch den Zylinder!) und dem Köpfchen neue Ringe spendiert. Hier muss ich erwähnen, dass Kolben und Zylinder noch unerwartet gut aussahen! Ich habe dann alles wieder zusammen gebaut, den Riemen aufgewickelt und ordentlich gerissen...

Nix. Es tat sich leider nix :roll: Gar nichts. Kein Husten, stottern, qualmen. Die Möhre zündet nicht.

Was kann das sein? Ich würde jetzt als Laie erstmal vermuten, dass ich bei der Zylinder- und Kolbenfummelei vielleicht den Zündzeitzpunkt verändert habe? Sollte man sich zuerst den OT anschauen? Oder habt ihr evtl. andere Ideen?

Also zusammengefasst:

Vergaser sauber, Motor dreht, Kolbenringe neu, Zündfunke da, Sprit läuft aber Motor zündet nicht.

MfG!
centurio74
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Re: Eine Frage vorab

Beitrag von centurio74 »

Ich habe natürlich dem "Kölbchen" neue Ringe spendiert, nicht dem "Köpfchen"...
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bastian
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Re: Eine Frage vorab

Beitrag von bastian »

Hallo,

wenn du nicht an der Zündung warst, hast du da nichts verstellt.
Ob er überhaupt zündet, gib ein paar Tropfen Benzin durchs Zündkerzenloch und starte erneut. Am Vergaser aber nicht tupfen, der Motor sollte dabei nicht "absaufen", sonst bringt der Test nichts. Durch die paar Tropfen sollte er zumindest ein paar Takte von sich geben. Wenn ja, liegt es an der Vergaserseite, ansonsten Züdnung.
Denn ein Funke an der offenen Kerze ist nicht gleich Funke im Brennraum. Hier kannst du den Stecker abschrauben und nur das Kabel an Masse halten. Bis ca. 5 mm sollte mind. ein Funke kommen. Eine neue Kerze kann schon was bringen, ebenso einen neuen Stecker. Ansonsten musst du an die Zündung selbst.

Wenn du neue Ringe eingebaut hast, kann die Kompression zu niedrig sein. Einen solchen Motor solltest du an der Riemenscheibe per Hand nur schwer über OT bekommen. Geht es doch leicht, wäre es besser, den Zylinder auszuschleifen und passenden Kolben/Kolbenringe zu nehmen. Denn die neuen Ringe müssen sich erst an den Zylinder anpassen.

Gruß,
Bastian
centurio74
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Re: Eine Frage vorab

Beitrag von centurio74 »

Vielen Dank für die Tips! Das hört sich schon mal vielversprechend an. Ich werde das durchspielen und in ein paar Tagen berichten.
Was das Drehen der Riemenscheibe von Hand angeht, hab ich jetzt bzgl. des Kraftaufwandes keinen Vergleich. Mit einer Hand schaffe ich es so eben gerade über OT zu drehen (bin jetzt aber auch nicht so ganz gebrechlich), meine Frau schafft es nicht. Kann jetzt also nicht sagen, ob es unverhältnismäßig leicht geht.

Aber: angenommen die Kompression wäre tatsächlich schlecht, müsster er dann nicht trotzdem zünden und ggf. "nur" schlecht, bzw. kraftlos laufen?

MfG!
wolfgangmarek
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Meine Motoren: Grüss Gott, ich denke 35 verschiedene sind genug

Re: Eine Frage vorab

Beitrag von wolfgangmarek »

Grüss Gott, schütte mal etwas Gemisch direkt in den Zylinder und mache noch mal ein Startversuch-... Gruss Wolfgang
öllappen
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Re: Eine Frage vorab

Beitrag von öllappen »

moin , willkommen im forum . viele grüsse von der nordseeinsel sylt , öllappen :)
mitglied m 197 im ig-hm . wer arbeitet macht fehler . wer viel arbeitet macht viele fehler . wer garnichts tut , macht nie fehler .
öllappen
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Re: Eine Frage vorab

Beitrag von öllappen »

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Re: Eine Frage vorab

Beitrag von öllappen »

fahr doch mal nach bockhorn am 9 - 11.6. , es lohnt sich . und es ist doch bei dir in der nähe .viel spass , öllappen
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