Tank-Innenbeschichtung...Teerepoxidharz?

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holm
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Tank-Innenbeschichtung...Teerepoxidharz?

Beitrag von holm »

Ich habe (unter Anderen) ein kleines DDR Notstromaggregat mit EL65 Zweitaktmotor, IMHO 850W Leistung geschenkt bekommen. (Sowas hier: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 68-87-3648)

Das Teil ist soweit in gutem Zustand, allerdings ist mir aufgefallen das der Tank an mehreren Stellen oben (!) kleine Durchrostungen hat.

Zur Tanksanierung habe ich hier schon von Epoxy Innenbeschichtungen gelesen, das Zeug gibts irgendwo zu kaufen
ich finde das auch ggf.; ich kann mich allerdings erinnern das "preiswert" eine unpassende Bezeichnung für dieses Verfahren ist...

Ich habe mich allerdings erinnert das ich in der Werkstatt wohl noch 2 Blechpötte Teer-Epoxidharz aus DDR Zeiten herumstehen habe..allerdings fehlt da eine Komponente (Härter). Ich muß mich mal schlau machen was das konkret für ein Zeug ist, und welche Bezeichnung und ggf. Zusammensetzung der Härter haben sollte.
Ich habe aber mal Bitumen-Chemie und Teerepoxidharz bei Google eingeworfen und ein TGL Datenblatt zu dem Zeuch gefunden:

https://www.bbr-server.de/bauarchivddr/ ... toffe,.pdf

Das Datenblatt legt nahe, das das Zeuch Lösemittel- und kraftstoffest im ausgehärteten Zustand sein sollte, als Schutzanstrich für Tanks war das üblich...

Nun gut, das bei mir vorhandene Zeug ist hornalt, der momentane Zustand noch unbekannt. Ich habe aber auch noch Epasol EP2 aus DDR Zeiten in angebrochenen (original umgelabelten Würstechen-) Dosen, das nach wie vor in Ordnung ist und funktioniert. Das läßt mich vermuten das es dem Teerepoxidharz ähnlich gehen wird.

Freilich müßte ich vorher experimentieren und der evtl. entstehende Schaden ist verhältnismäßig gering..trotzdem die Nachfrage hier, kennt Einer das Zeug, ggf. von früher und kann zu meiner Idee irgendwas sagen?

Gruß,

Holm
holm
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Re: Tank-Innenbeschichtung...Teerepoxidharz?

Beitrag von holm »

..ich war nachsehen, ich habe eine offensichtlich ungeöffnete Blechbüchse mit 25Kg "Komponente A" und eine angebrochene ebensolche Büchse mit "Komponente B" des Produktes U475 herumstehen.
Der Inhalt der Büchsen scheint noch zähflüssig beweglich zu sein..Genaueres werde ich herausfinden wenn ich
mit dem Zeug mal spiele...

Auszug aus dem PDF oben:

Teerepoxidharze zeichnen sich durch Hafdtfestigkeit, Härte, Elastizität sowie hervorragende Widerstandsfähigkeit gegen Laugen, Säuren, Erdöl, Treibstoffe (außer armoaten), Dieselöle, Fette, Wasser )Industrie- und Seewasser) aus.
...
Sie finden Anwednung als Schutzanstrich für Lager-, Treibstoff- und Rohöltanks, für unterirdische Rohrleitungen, für Anlagen im Bergbau ....
...
Warum sollte ich das nicht ausprobieren?

Gruß,

Holm
holm
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Re: Tank-Innenbeschichtung...Teerepoxidharz?

Beitrag von holm »

..naja, dann rede ich halt mit mir selbst:

Ich habe beide Komponenten mit einem "universal Mixstab" (bestehend aus einem Stück Schweißdraht
und 3 8er Unterlegscheiben die ich an einem Ende senkgerecht im 120° angeschweißt habe) mit Hilfe
einer Hand- (Komponente B...ziemlich zäh..teerartig) und einer Ständerbohrmaschine (Komponente A zwar relativ
dünnflüssig, aber fester Bodensatz) aufgerührt, danach 2x35 Gramm zusammen gerührt und testweise Herrn Sohn
einigen Unfug damit streichen lassen. (Dreibein vom Grill u.Ä.).

Wie erwartet lebt das Zeug wohl noch, gestern Abend gestrichen, heute nur noch leicht klebrige Oberfläche
und es ist nicht gerade warm draußen. Morgen werde ich mal mit einem benzingetränkten Lappen auf das Zeug
losgehen und schauen was passiert. Die Konsistenz des angerührten Harzes erscheint durchaus brauchbar um
den kleinen Tank damit "auszuschwenken"..evtl. 2 Mal..dann denke ich das reicht. Ich habe dann noch so ca 30-35Kg von dem Zeuch übrig... :-)

Gruß,

Holm
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