Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Moderatoren: MotorenMatze, meisteradam, Junkersonkel
-
cinter
- Beiträge: 14
- Registriert: Di 13. Jan 2026, 06:49
- Meine Motoren: Sachs Stamo 100,
Sachs Stamo 160
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Heute bin ich mal dazu gekommen mir die Verkabelung näher anzuschauen und ich habe die Brückengleichrichter auch mal durchgemessen.
Beiden haben Wechselspannungsseitig zum Glück keinen Kurzschluss.
Jedoch hat bei der Haupterregung ein Diode keinen Durchgang mehr und eine andere in beide Richtungen. Bei der Zusatzerregung hat der Diodentest bei keiner Diode Durchgang angezeigt.
Leider sind die bestellen Brückengleichrichter noch nicht angekommen.
Beiden haben Wechselspannungsseitig zum Glück keinen Kurzschluss.
Jedoch hat bei der Haupterregung ein Diode keinen Durchgang mehr und eine andere in beide Richtungen. Bei der Zusatzerregung hat der Diodentest bei keiner Diode Durchgang angezeigt.
Leider sind die bestellen Brückengleichrichter noch nicht angekommen.
-
countryman
- Beiträge: 160
- Registriert: Mi 4. Sep 2019, 19:30
- Meine Motoren: Deutz MAH 711 Nr. 592270. Diverse Landmaschinen und Kleinmotoren vorhanden.
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Diese Selen-Plattengleichrichter haben eine recht hohe Durchlass(verlust)spannung, sodass ein Multimeter mit geringer Prüfspannung unter Umständen nichts anzeigt. Die Teile altern allerdings auch recht stark sodass ein Ausfall nicht unwahrscheinlich ist - Kurzschluss sollte natürlich keine Diodenstrecke haben!
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Mein Job ist es Industrieelektronik instand zu setzten und ich bin alt genug das mir der Aufbau, die Funktionsweise und auch der Gestank von Selen Gleichriechtern durchaus bekannt sind, das vorne weg.
1. Hauptsatz der Metrologie: Wer mißt, mißt Mist. Die Werte auf dem fotografierten Zettel sind Makulatur.
Man kann die Dinger nur testen, Ich schlage vor einen Klingeltrafo und ein kleines passendes Glühlämpchen zu verwenden, das Multimeter kann man durchaus dazu benutzen, das Vorhandensein von Gleich- oder Wechselspannung an der angeschlossenen Lampe nachzuweisen... egal.
Ich warne davor zu denken das man mit den Gleichrichtern von Reichelt auf der sicheren Seite sei, erfahrungsgemäß halten die nicht allzulange, wenn sie nicht mit Varistoren zum Überspannungsschutz komplettiert werden. Ich habe da eigene Erfahrungen
mit Brückengleichrichtern an einer Motorradlima..Suzuki GS1000E.
Gruß,
Holm
1. Hauptsatz der Metrologie: Wer mißt, mißt Mist. Die Werte auf dem fotografierten Zettel sind Makulatur.
Man kann die Dinger nur testen, Ich schlage vor einen Klingeltrafo und ein kleines passendes Glühlämpchen zu verwenden, das Multimeter kann man durchaus dazu benutzen, das Vorhandensein von Gleich- oder Wechselspannung an der angeschlossenen Lampe nachzuweisen... egal.
Ich warne davor zu denken das man mit den Gleichrichtern von Reichelt auf der sicheren Seite sei, erfahrungsgemäß halten die nicht allzulange, wenn sie nicht mit Varistoren zum Überspannungsschutz komplettiert werden. Ich habe da eigene Erfahrungen
mit Brückengleichrichtern an einer Motorradlima..Suzuki GS1000E.
Gruß,
Holm
-
DerRestaurator
- Beiträge: 27
- Registriert: Di 1. Jul 2025, 23:34
- Meine Motoren: Sachs Stamo und Deutz
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Wird immer gern zitiert, ist aber falsch. Wer beim messen Mist misst, wusste schon zu Beginn der Messung nicht was er tut!
Das es dann, auch wenn man weiß was man tut, noch Toleranzen gibt, sollte verständlich sein.
Womit ich keinesfalls die Werte auf dem Papier glorifizieren möchte!
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Es ist buchstäblich Nichts falsch an dem Satz. Ich denke nicht, das der TO wußte das er Mist mißt, sonst hätte er sich die Mühe sicher gespart. Toleranzen spielen dabei noch nicht mal eine Rolle. 0,x Volt und Selengleichrichter passen ganz einfach nicht zusammen.
Gruß
Holm
Gruß
Holm
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Ich klinke mich einfach mal hier mit ein, statt einen neuen Thread zu eröffnen.
Ich habe ein Aggregat geerbt, bei dem ein Eisemann WGF 1,5/220/50SH3 von einem Fichtel&Sachs 2-Takt Motor angetrieben wird.
Der Motor springt einwandfrei an, jedoch liefert mir der Generator nur 10-20 V.
Aus dem Generator kommen 5 Drähte: U+V, C+D und Masse.
U+V gehen zum einen über einen Breitbandentstörer auf die Steckdose, zum anderen über einen variablen Widerstand auf einen Brückengleichrichter (dort ist auch der Kondensator eingeschliffen, den ich schon erneuert habe), also müsste das die Generatorwicklung sein.
Vom Brückengleichrichter gehen C+D zurück in den Generator, was mich auf die Erregerwicklung schließen lässt.
An die Generatorwicklung komm ich ran, bzw. an deren Kohlebürsten. Diese sitzen vorne unter einem Abdeckring und sehen tadellos aus. Wo sich die Erregerwicklung versteckt, bleibt mir ein Rätsel.
Ich habe heute den Motor laufen lassen und über eine kleine Motorradbatterie 12V auf C+D gegeben (am Ausgang vom Brückengleichrichter), aber da tut sich nichts.
Wo sollte ich als nächstes nachschauen oder ansetzen?
Ich habe ein Aggregat geerbt, bei dem ein Eisemann WGF 1,5/220/50SH3 von einem Fichtel&Sachs 2-Takt Motor angetrieben wird.
Der Motor springt einwandfrei an, jedoch liefert mir der Generator nur 10-20 V.
Aus dem Generator kommen 5 Drähte: U+V, C+D und Masse.
U+V gehen zum einen über einen Breitbandentstörer auf die Steckdose, zum anderen über einen variablen Widerstand auf einen Brückengleichrichter (dort ist auch der Kondensator eingeschliffen, den ich schon erneuert habe), also müsste das die Generatorwicklung sein.
Vom Brückengleichrichter gehen C+D zurück in den Generator, was mich auf die Erregerwicklung schließen lässt.
An die Generatorwicklung komm ich ran, bzw. an deren Kohlebürsten. Diese sitzen vorne unter einem Abdeckring und sehen tadellos aus. Wo sich die Erregerwicklung versteckt, bleibt mir ein Rätsel.
Ich habe heute den Motor laufen lassen und über eine kleine Motorradbatterie 12V auf C+D gegeben (am Ausgang vom Brückengleichrichter), aber da tut sich nichts.
Wo sollte ich als nächstes nachschauen oder ansetzen?
-
cinter
- Beiträge: 14
- Registriert: Di 13. Jan 2026, 06:49
- Meine Motoren: Sachs Stamo 100,
Sachs Stamo 160
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Gestern hatte ich mal wieder Zeit mich mit dem Generator zu beschäftigen.
Das die absoluten Werte eines einfachen 40€ Multimeters mehr eine grobe Tendenz als Gewissheit sind, war mir durchaus bewusst.
Ich habe für ein paar Sekunden eine alte Autobatterie an die Haupterregung geklemmt und danach die Selengleichrichter durch Siliziumgleichrichter getauscht (Die Verdrahtung ist fliegend, da es erst mal zu Testzwecken war).
Leider erzeugt der Generator immer noch keine Spannung.
Die Sicherungen sind in Ordnung und die Widerstandswerte des Spannungspotis sehen für mich auch gut aus.
Hat jemand noch eine Idee, woran es liegen könnte?
Das die absoluten Werte eines einfachen 40€ Multimeters mehr eine grobe Tendenz als Gewissheit sind, war mir durchaus bewusst.
Ich habe für ein paar Sekunden eine alte Autobatterie an die Haupterregung geklemmt und danach die Selengleichrichter durch Siliziumgleichrichter getauscht (Die Verdrahtung ist fliegend, da es erst mal zu Testzwecken war).
Leider erzeugt der Generator immer noch keine Spannung.
Die Sicherungen sind in Ordnung und die Widerstandswerte des Spannungspotis sehen für mich auch gut aus.
Hat jemand noch eine Idee, woran es liegen könnte?
-
cinter
- Beiträge: 14
- Registriert: Di 13. Jan 2026, 06:49
- Meine Motoren: Sachs Stamo 100,
Sachs Stamo 160
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Jetzt habe ich glatt vergessen das Bid anzuhängen...
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
Jeder der heute gebräuchlichen Gleichrichter hat eine sogenannte Flußspannungs- bzw. Schwellspannung die in Durchlaßrichtung überschritten werden muß, damit überhaupt ein Strom fließt. Diese Spannung beträgt bei Selengleichrichtern ca. 0,6V, bei Silizium 0,7V und Germanium 0,3V ..jeweils ca.
Das Problem bei Deinen Messungen ist, das eine Gleichrichterstrecke Deiner Gleichrichter nicht aus einer einzelnen Diode besteht, sondern aus einer Reihenschaltung dieser Dioden, jede Platte ist eine einzelne Diode, zwischen 2 Anschlüssen befindet sich aber ein ganzer Stapel dieser Dioden und die Flußspannung addiert sich..0,6V pro Platte. Die preiswerten Meßgeräte messen aber meist mit einer Meßspannung von 1,5V ..auch beim sogenannten Diodentest. Du kannst damit Nichts messen, die notwendige Flußspannung steht nicht zur Verfügung. Deine Ergebnisse sind in soweit völlig nachvollziehbar.. und deshalb sind Spannungsangaben wie 0,2V oder Sowas völliger Kokolores..was wiederum meine Reaktion erklärt. Deswegen auch meine Erzählung vom Klingeltrafo, mit seinen 8-12V Wechselspannung überschreitet der sicher die Flußspannungsgrenze..und ein Glühlämpchen als Indikator läßt auf Grund des fließenden Stroms auch Leckströme oder hohe Innenwiderstände außen vor.
Zum Produktionszeitpunkt dieses Generators gab es keine Digitalvoltmeter und die analogen Instrumente hätten Werte von 0,2V im richtigen Meßbereich gar nicht angezeigt.. weshalb Sowas auch nicht nützlich ist.
Das erklärt aber nicht, warum mit den neuen Gleichrichter kein Saft aus dem Generator kommt. Haben denn die Wicklungen alle Durchgang an den Anschlüssen?
Gruß,
Holm
Das Problem bei Deinen Messungen ist, das eine Gleichrichterstrecke Deiner Gleichrichter nicht aus einer einzelnen Diode besteht, sondern aus einer Reihenschaltung dieser Dioden, jede Platte ist eine einzelne Diode, zwischen 2 Anschlüssen befindet sich aber ein ganzer Stapel dieser Dioden und die Flußspannung addiert sich..0,6V pro Platte. Die preiswerten Meßgeräte messen aber meist mit einer Meßspannung von 1,5V ..auch beim sogenannten Diodentest. Du kannst damit Nichts messen, die notwendige Flußspannung steht nicht zur Verfügung. Deine Ergebnisse sind in soweit völlig nachvollziehbar.. und deshalb sind Spannungsangaben wie 0,2V oder Sowas völliger Kokolores..was wiederum meine Reaktion erklärt. Deswegen auch meine Erzählung vom Klingeltrafo, mit seinen 8-12V Wechselspannung überschreitet der sicher die Flußspannungsgrenze..und ein Glühlämpchen als Indikator läßt auf Grund des fließenden Stroms auch Leckströme oder hohe Innenwiderstände außen vor.
Zum Produktionszeitpunkt dieses Generators gab es keine Digitalvoltmeter und die analogen Instrumente hätten Werte von 0,2V im richtigen Meßbereich gar nicht angezeigt.. weshalb Sowas auch nicht nützlich ist.
Das erklärt aber nicht, warum mit den neuen Gleichrichter kein Saft aus dem Generator kommt. Haben denn die Wicklungen alle Durchgang an den Anschlüssen?
Gruß,
Holm
Re: Eisemann Generator mit Sachs Stamo 160 erzeugt keine Spannung
@Froggi: mach das Selbe..haben die Wicklungen U-V und C-D Durchang mit dem Durchgangsprüfer? Einige 100 Ohm sind in Ordnung..alles darüber ist ein Fehler..
Zu den Wicklungen: i.A. Wird die Ausgangsspannung im Feld, also außen im Gehäuse erzeugt, während die Erregung auf dem Anker stattfindet. Deshalb muß man den "Großen" Strom nicht über die Kohlebürsten schicken.
Auf was laufen die Kohlebürsten in diesen Generatoren? Sind das solide (meist Messing-)Ringe oder ein segmentierter Kollektor aus Kupfersegmenten wie im Staubsaugermotor?
Gruß,
Holm
Zu den Wicklungen: i.A. Wird die Ausgangsspannung im Feld, also außen im Gehäuse erzeugt, während die Erregung auf dem Anker stattfindet. Deshalb muß man den "Großen" Strom nicht über die Kohlebürsten schicken.
Auf was laufen die Kohlebürsten in diesen Generatoren? Sind das solide (meist Messing-)Ringe oder ein segmentierter Kollektor aus Kupfersegmenten wie im Staubsaugermotor?
Gruß,
Holm