Hallöchen, und erst einmal ein dickes Dankeschön an "hetten 2001".
Sorry, das ich mich jetzt erst zurück melde, aber wie das Leben eben so spielt.

Die von "hetten 2001" getätigten Aussagen, bzgl. den Junkers 2 HK 108, treffen zu 100 % zu.
Nochmals rechtherzlichen Dank.
Ein Bekannter hatte noch einen Schluck Dieselzweitaktkolbenschmiere von einem Sachsmotor, womit ich den Bauchoeler bis obenhin füllen konnte.
Als Motorschmierung nahm ich 15 W / 40 Wintershall Mineralöl ( keine Synthetik ) mit Freigabe von MAN, Mercedes, MAC, Volvo und auch für die empfindlichen VW Motoren der TDI Reihe uneingeschränkt einsetzbar.
Zunächst kurbelte ich den Bauchoeler etliche Runden von Hand und drehte dann den Motor in angegebener Richtung - links herum, zunächst mit geschlossenen Dekompressionsventilen einige Male. Was recht zeit- und kraftraubend war, da die verdichtete Luft im Brennraum, immer wieder in die andere Richtung drückte.
Da nahm ich mir ein Herz, bei einer Aussentemperatur von minus 9,5 °C und legte an den Druckluftstarter eine 15 bar Kompressorleitung an.
Zu meinem Erstaunen war nicht nur der Anschluß und das Abstellventil sondern auch der Steuerblock für die Pressluftstartung einfach nur dicht!

W A H N S I N N !!!
Mit nun geöffneten Dekompressionsventilen drehte ich ihn auf eine noch zu erkennende Markierung im Bereich von etwa OT (oder wie man das bei einen Gegenkolbenmotor nennen mag). Über den Steuerblock an der Einspritzpumpe presste ich die Luft in die Brennräume.
Worauf er sich sofort in Drehbewegung versetzte.

Ist das nicht geil!!!
Nach einigen Umdrehungen nahm ich den Geruch von zerstäubten Diesel war, der aus den Dekompressionsventilen und der Abgasöffnung heraus trat, ohne das ich bis jetzt eine Kraftstoffleitung angelegt hatte (möglicherweise Treibstoffreste aus dem Kraftstofffilter).
Das es dabei nicht zu einer Zündung kam, lag zu 100 % an den minus 9,5 ° C Außentemperatur und den geöffneten Dekompressionsventilen.
Und wenn sich meine feucht gewordenen Augen nicht täuschten, nahm ich nach einigen Umdrehungen ein leichtes zucken am Öldruckmanometer war.
Nachdem mein Kompressor den benötigten Luftdruck nicht aufrecht halten konnte, brach ich meinen Drehversuch freudig ab und stellte mir vor, dass die noch mit Kraftstoffresten befüllten Einspritzsegmente keinen Rost bekommen haben bzw. verhartz sind, sonst hätten sie im Brennraum über die Düsen keinen Kraftstoff zerstäubt.
Der Bauchoeler für die Kolbenschmierung drehte sich auch erfreulicherweise recht flott, wobei ich auf vielmehr unangenehme Dinge gefasst war.

Kurz um: Ich werde für mehr Pressluft sorgen und möchte damit das "Monster" zum Leben erwecken.

1. Noch eine Frage zur Pendelkühlung. Einen Anhaltspunkt das das Wasser im Motorinneren umgewältzt wird, kann ich von außen nicht erkennen. Da ich den Begriff nur von Natriumgekühlten Auslaßventilen z.B. DB Motoren kenne und der Junkers eigentlich ein Zweitaktmotor ist, wäre es nett, wenn mir dieses noch jemand erläutern könnte.

2.Kann mir jemand noch etwas über die Junkers Produktionsstätte "Scharfenstein im Erzgebirge" wie es auf dem Typenschild steht mitteilen oder gibt es sogar eine Auflistung der Serien Nummern.
Da ich bei meiner Suche diesbezüglich erfolglos geblieben bin, hoffe ich auf Informationen aus diesem Forum, welches mir bis jetzt schon ziemlich weit geholfen hat.
Und wie von "hetten 2001" gewünscht, werde ich versuchen in kürzester Zeit ein paar Foto´s von dem "Monster" in dieses Forum einzustellen.
Vielen Dank im vorraus für Eure Mühewaltung und bis bald
Christian